41. Scheßlitzer ADAC Rallye im Bamberger Land

am 13.September 2014

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78 gestartete Fahrzeuge/16 in unserer Klasse F8

Streckenlänge: 34,0 Km – 16% Schotter

Gefühlt bestand die Rallye aus 99% Schotter, Matsch und nassem Gras!

Auf der Suche nach Grip!

Samstagmorgen Abfahrt 4:00 Uhr bei mäßigem Wetter in Richtung Scheßlitz. Ankunft um 7:30 Uhr.

Nach der üblichen Abnahmeprozedur ging’s gleich los zum Abfahren.

Tanja ist hier schon 3-mal gefahren und kannte sich aus, was uns das Ganze sehr vereinfachte.

Wir hatten zum Abfahren neue Sportreifen drauf und es wurde uns ganz schnell klar, dass das heute mit Sportreifen gar nichts wird, egal ob es regnet oder nicht. Die WP’s waren komplett schmierig, nass und voll mit Schotter. Also wechselten wir auf Regenreifen, zumal laut Wetterbericht die Regenwahrscheinlichkeit bei 87% lag.

WP1 – Ein Rundkurs. Wir waren Startnummer 42. In Bayern sind die Feldwege nicht wie bei uns komplett geteert, sondern die 2 Fahrspuren sind mit Pflastersteinen ausgelegt und in der Mitte ist Gras, Dreck oder die Wege sind komplett geschottert. Als wir in die erste WP starteten ging das Elend auch gleich los. Die 41 Autos vor uns hatten alle schon ordentlich „gecutted“ und so waren es in den Kurven keine Fahrspuren mehr, sondern fast 100% Schotter und Dreck. Gleich in der 4. Kurve hatten wir den ersten Quersteher. Als wir in das richtige Schotterstück einbogen, waren die Fahrspuren bereits extrem tief und wir hatten alle Hände voll zu tun den Astra nicht im Graben zu versenken.

Die darauf folgende Sprungkuppe nahmen wir relativ langsam, da sofort danach eine S-Kurve kam. Bei einem zu weitem Sprung würde einem hier ganz schnell der Platz ausgehen.

Als wir das zweite Mal in das Schotterstück einbogen bekamen wir auch noch die gelbe Flagge, da ein BMW im Graben gelandet war und wir mussten den Speed deutlich raus nehmen. Alles in allem war die WP eh furchtbar zu fahren und dann noch gelbe Flagge – na toll – WP fertig, Astra ganz (das Wichtigste!) – Zeit mies – schnell ist einfach anders!

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WP2 – Eine A-B Prüfung. Die Strecke bestand fast nur aus solchen bereits erwähnten Pflasterstein-Fahrspuren. Wir konnten machen was wir wollten, aber der Astra hatte einfach keinen Grip. Da es die ganze Nacht geregnet hatte war es auf den Pflastersteinen schmierig und daneben war nasses Gras mit Schotter – da hält einfach nichts! Also wieder nicht besonders toll gelaufen, mal sehen was WP 3 bringen sollte.

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WP3 – Ein Rundkurs mit langem Schotterstück. Es war auch hier wieder eine Katastrophe zum Fahren.

Die Streckenabschnitte wechselten wieder zwischen Dreck auf Pflastersteinen und Schotter. Die Überlegung, die Rallye abzubrechen kam auf, da uns hier einfach der Spaßfaktor fehlte und womöglich den Astra noch zu verbiegen, darauf konnten wir echt verzichten.

Im Regrouping stellten wir dann fest, dass der Unterfahrschutz an einer Stelle abgerissen war. Na toll, das auch noch! Das Wetter wurde schöner und die Strecke trocknete ab. Schlimmer konnte es kaum werden. Also entschieden wir: Frei nach dem Motto „aufgeben iss nich“- wir machen weiter!

WP4 . Der rutschige Schotter in den Kurven war zwischenzeitlich etwas festgefahren, dadurch war die Strecke deutlich besser zu fahren und wir konnten uns um 12 Sekunden zu WP1 verbessern.

WP5 war auch deutlich trockener und so konnten wir uns auch hier nochmals um 5 Sekunden zu WP2 verbessern.

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WP6 lief ganz gut, bis wir leider an einer Rechts 2 – 90° einen Dreher hatten. Wir brauchten den Rückwärtsgang – SCHEI…!!! Aber so ist’s halt! Zurück ins Rallyezentrum und Haken dran!!

Um 21:30 Uhr war dann auch die Siegerehrung. Wir wurden 9. in der Klasse F8 und 38. im Gesamten, was natürlich hinter unseren Erwartungen lag, aber mehr war unter diesen Bedingungen einfach nicht drin. Ist halt so – fertig!

In Scheßlitz wird erst nach der Siegerehrung das Parc ferme geöffnet und so konnten wir den Astra erst gegen 23:00 Uhr verladen und die Heimreise antreten. Ankunft in Dußlingen gegen 1:45 Uhr – Gäääähn! War ein langer Tag mit mittelmäßigem Ergebnis.

In 2 Wochen, am 04.10.2014 geht es weiter, mit der großen Rallye Baden-Württemberg.

Am meisten hat uns gefreut, dass Michael Rausch und Jenny Schonk mit ihrem über 30 Jahre alten Ascona B 16V den Gesamtsieg einfuhren, vor vielen Allradlern. Das ist „Fahrerkönnen“ und „Opel Power“ in einem schönen Ascona zusammen. GRATULATION!

 

Danke auch an alle Freunde und Sponsoren

 

Vollmer Motorsport

 

Rallyeteam Vollmer/Schlicht

Jochen Vollmer