Rallye Unterland Hohenlohe

am 04.03.2017

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56 gestartete Fahrzeuge/29 in unserer Klasse F8

Neue Saison, neues Design, neue Beifahrerin …

Nach 3 sehr schönen, erfolgreichen Jahren und 3 gewonnenen Meisterschaften, konnte mir Tanja für 2017 leider keine feste Zusage machen, so nutzte ich den Winter um Zukunftspläne zu schmieden. Es gab mehrere Überlegungen: Astra verkaufen, evtl. einen EVO kaufen oder gleich auf Berg-Rennen umzusteigen, um den blöden KFP (den sich der DMSB wieder aus den Fingern gesogen und uns armen, geplagten Rallyefahrern aufs Auge gedrückt hat) zu umgehen oder als Alternative lieber doch Rosen züchten??? Nachdem der Frust Ende Januar etwas nachgelassen hatte, kam ich langsam in die Pötte und beschloss den Astra nicht zu verkaufen (Zuverlässigstes Auto ever!!!) und dieses Jahr nochmal mit neuem Beifahrer an den Start zu gehen. Also Finger aus dem Popo und los ging’s. Der Astra wurde komplett revidiert, es gab ein neues Design, KFP wurde beantragt und mit Sarah Hess fand ich auch eine neue Beifahrerin für 2017.

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Am 04.03.2017 starteten wir in unsere Saison 2017 mit der Rallye Unterland Hohenlohe. Die F8 stellte heute mit Abstand das größte Starterfeld (mehr als die Hälfte aller Teilnehmer) was auch dem Wegfall der Gruppe H in 2017 zuzuschreiben war. Unser Ziel war heute Top 10 in der Klasse.

Da ich hier bereits zum 5. Mal an den Start gehe war alles weitestgehend bekannt. Die Abnahme klappte wie gewohnt prima und wir konnten bei Zeit mit dem Abfahren der WP`s beginnen. Sarah war etwas nervös, war schließlich ihre erste Fahrt mit mir J, aber unser Aufschrieb war schnell geschrieben und pünktlich ging’s kurz nach 12:00 Uhr an den Start.

WP 1 war der Hammer. Quer durch die Weinberge in und um Öhringen herum. Da war alles dabei: Schnell, Langsam, Sprünge… Unser Aufschrieb passte ganz gut und wir brachten die Prüfung fehlerfrei hinter uns, aber mit Luft nach oben.

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WP 2 war eine kurze, harte, schnelle WP mit langem Schotterstück das in einer „Links 1 – 90° mit Graben außen“ endete. Hier waren wir noch etwas zu vorsichtig mit unserem Bremspunkt, genauso wie nochmal kurz vor dem Ziel bei „über Kuppe, auf Kuppe bremsen für links 1 – 90°“

Der Rest passte ganz gut, aber auch hier ging noch mehr.

WP 3 war ein Hammer-Rundkurs mit einem schönen, schnellen Schotterstück und einer kleinen Ortsdurchfahrt. Wir hatten richtig Spaß und der Astra lief perfekt.

Nach einem kurzen Regrouping im Rallyezentrum ging’s auch gleich weiter in die 2. Schleife.

WP 4 lief perfekt und wir konnten uns um 1,4 Sekunden verbessern.

WP 5 lief auch schon um einiges runder und wir konnten auch hier nochmal 3,5 Sekunden nachlegen.

WP 6 der Rundkurs. Das Motto war: volle Attacke! Alles lief perfekt, bis wir an einer „Rechts 1 – 90°“ den Kadett mit der Startnummer 16 im Acker stehen sahen und uns der Streckenposten die gelbe Flagge zeigte. Kurz gebremst und nach dem Kadett wieder Feuer frei. Wir ließen den Astra richtig fliegen und das wäre sicherlich eine Hammer-Zeit geworden, doch was war das: Der Abschleppwagen fuhr etwa 100 Meter vor uns auf die WP und wir brauchten gute 500 Meter bis wir eine Möglichkeit hatten an ihm vorbei zu kommen. Stinksauer und auch leicht geschockt beendeten wir die WP – wir waren sauschnell unterwegs und da hätte sonst was passieren können, von unserer vermurksten Zeit mal ganz abgesehen…

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Zurück im Rallyezentrum mit ordentlich Wut im Bauch, gab‘s erst mal eine Gespräch mit dem Rennleiter, der versprach das sauber zu regeln. Nach einem guten Schnitzel und diversen Diskussionen und zig Meinungen über diesen Vorfall, hatte ich dann ein 6-Augen Gespräch mit dem Sportkommissar und dem Rallyeleiter, mit dem Ergebnis, dass hier wohl auf beiden Seiten Fehler gemacht wurden. Wir hätten die WP abbrechen und die WP verlassen müssen und der Streckenposten hätte den Abschlepper noch nicht auf die Strecke lassen dürfen. Wir einigten uns auf eine 5 Sekunden Gutschrift auf die Zeit von WP 6 und somit hatten wir fast die identische Zeit wie auf WP 1 und wieder was dazu gelernt.

Um 20:00 Uhr wurde bereits das Parc Ferme geöffnet, so dass wir das Auto noch vor der Siegerehrung verladen konnten, die pünktlich um 20:30 Uhr stattfand. – Vorbildlich vom Veranstalter!!!!
Mit dem 7. Platz in der Klasse und dem 12. im Gesamten sind wir vollauf zufrieden und haben unser Ziel als neues Team erreicht! Gute Voraussetzungen um sich in der laufenden Saison noch besser zusammen zu raufen.

Nach der Siegerehrung gingen wir über zu WP 7 und bei mehr oder weniger tiefsinnigen Benzin-gesprächen und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk ließen wir den Tag ausklingen.

Ein großes Lob an die Veranstalter, super WP’s, sauberer Ablauf – einfach eine gelungene Veranstaltung.

In 2 Wochen geht’s weiter mit der Rallye Ulm.

Danke an alle Sponsoren und Daumen-Drücker.

 

Vollmer Motorsport

Rallyeteam Vollmer/Hess

Jochen Vollmer